Heizölkauf – darauf sollten Verbraucher bei der Lieferung achten

Die Preise für Heizöl sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. In diesem Beitrag wird erläutert, worauf Verbraucher beim Heizölkauf achten sollten, um nicht mehr als nötig zu bezahlen.

Vor der Lieferung

Bevor der Heizöllieferant kommt, sollte eine Liste angefertigt werden, in der neben dem Datum der Lieferung und der getankten Ölmenge auch die vorhandene Restmenge ermittelt wird. Dies sollte möglichst kurz vor der Befüllung stattfinden.

Während der Lieferung

Der Tankvorgang nimmt im Normalfall maximal eine Viertelstunde in Anspruch, so dass man als Kunde während des gesamten Vorgangs vor Ort bleiben sollte. Zu beachten ist zuerst die Gültigkeit der Eichplakette, die sich an der Tankmessanlage auf dem Anlagenschild befindet. Vor dem Start ist das Zählwerk zu kontrollieren, ob es tatsächlich auf Null steht. Ist dies nicht der Fall, können Kunden die Rückstellung verlangen oder andernfalls die Annahme des Heizöls verweigern. Im Ernstfall kann der Zählerstand mittels einem Foto festgehalten werden. Das Schauglas des Gasmesserverhüters darf nicht mit einem Lappen verdeckt sein, denn während des Betankungsvorgangs muss hier das Mineralöl zu sehen sein. Wenn Schaum ersichtlich wird, oder kein Öl zu sehen ist, ist der Tankvorgang zu unterbrechen. Denn wenn im unteren Schauglas kein Öl zu sehen ist, misst der Zähler statt Öl lediglich Luft, was man als Heizölkunde jedoch voll bezahlen müsste.

Nach der Lieferung

Nach der Lieferung muss der Zählerstand mit dem Ausdruck der Zähleranzeige übereinstimmen. Ist dies nicht der Fall, sollte sofort eine Reklamation stattfinden. Der Lieferschein sollte in diesem Fall nicht unterschrieben werden. Falls der Füllstand im Tank nach einer Wartezeit enorm von der Liefermenge abweicht, sollte das zuständige Eichamt informiert werden. Ebenfalls ist die Temperatur des Heizöls im Auge zu behalten. Ein Lieferant ist verpflichtet, die Menge bei Lieferung auf einen Wert von etwa 15 Grad umzurechnen. Idealerweise sollte die Heizölabgabe mittels eines „temperaturkompensierten Messzählers“ erfolgen. Wenn Heizöl im Hochsommer oder direkt aus der Raffinerie geliefert wird, kann es häufig schon mal eine höhere Tempararur vorweisen, wodurch sich die Menge ausdehnt. Lieferanten, die noch auf dem manuellen Weg umrechnen, sind besser zu meiden, denn hier besteht ein großes Manipulationspotenzial.

Allgemeine Spartipps zum Heizölkauf

Kunden sollten möglichst einen Zeitpunkt wählen, an dem nicht die große Masse bestellt. Der ungünstigste Zeitpunkt ist meist direkt zu Beginn der Heizperiode, da hier die meisten Bestellungen beim Handel eingehen. Wer in dieser Zeit bestellt, muss neben längeren Lieferfristen meist auch höhere Preise einkalkulieren, welche durch die erhöhte Nachfrage entstehen. Als geeigneter Zeitpunkt hat sich in den letzten Jahren das Ende der Heizperiode oder der Frühjahrsbeginn herausgestellt.

Heizölpreise regelmäßig beobachten und Händlerpreise vergleichen

Die Heizölpreis unterliegt jedoch neben Angebot und Nachfrage vielen weiteren Einflussfaktoren, wie z.B. der Entwicklung auf den internationalen Rohstoffmärkten sowie des Kursverhältnisses von Euro und Dollar. Somit kann der günstigste Heizölpreis nicht auf einen bestimmten Zeitpunkt im Jahr vorhergesagt werden. Aus diesem Grund sollten Verbraucher die Heizölpreise über das gesamte Jahr beobachten, um dann den geeigneten Zeitpunkt abzupassen. Wer zusätzlich sparen möchte, sollte die Heizölpreise verschiedener Händler in seiner Region vergleichen. Dies ist heutzutage direkt und bequem über das Internet möglich (z.B. auf http://www.heizoelpreise24.net).

Sammelbestellungen tätigen

Je größer die bestellte Menge, desto günstiger wird der angebotene Heizölpreis pro Liter. Aus diesem Grund haben sich in der Vergangenheit Sammelbestellungen mit Nachbarn oder Freunden bewährt. Bei einer Sammelbestellung ist es wichtig, dass jeder Haushalt eine eigene Rechnung mit der genauen Liefermenge erhält.

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