Ruhestörung – Teil 8 Partygäste auf dem Heimweg

Ruhestörung bzw. Lärmbelästigungen sind eines der häufigsten Ärgernissen unter Nachbarn. Wir haben deshalb mal einige Gerichtsentscheidungen rund um das Thema rausgesucht. Heute der vorerst letzte Teil.

Partygäste auf dem Heimweg
Aber nicht für jeden Lärm kann jemand verantwortlich gemacht werden. Ein Berliner Mieter wollte gegenüber seinem Wohnungseigentümer eine Mietminderung geltend machen. Besucher eines nahegelegenen Restaurantschiffs und einer Veranstaltungshalle waren nachts auf dem Heimweg manchmal ziemlich laut. Das Amtsgericht Köpenick (Aktenzeichen 12 C 44/06) entschied, dass eine Mietminderung nicht angemessen wäre, da der Wohnungseigentümer nicht für den Lärm verantwortlich sei. Die Richter wiesen darauf hin, dass Rücksichtslosigkeit im Umgang miteinander in einer Stadt nicht wünschenswert wäre, aber vorkomme. Deshalb zähle dieser Lärm zu einer ortsüblichen Belästigung.

* Diese Informationen stellen keine Rechtsberatung dar. Bitte wenden Sie sich dazu an den Anwalt Ihres Vertrauens.

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Ruhestörung – Teil 7 Lauter Besuch

Ruhestörung bzw. Lärmbelästigungen sind eines der häufigsten Ärgernissen unter Nachbarn. Wir haben deshalb mal einige Gerichtsentscheidungen rund um das Thema rausgesucht.

Lauter Besuch
Bei Ruhestörung geht es immer um die konkurrierenden Interessen: zum einen das Recht auf Selbstverwirklichung des einen und das Recht des anderen, in seinem Alltag von den Lebensäußerungen der Nachbarn verschont zu bleiben. In dem hier erwähnten Fall hatte der Verwalter einer Wohnanlage ein Hausverbot gegen den Besucher einer psychisch kranken Wohnungseigentümerin ausgesprochen. Grund war, dass es während des Aufenthalts dieser Person regelmäßig zu erheblichem Lärm gekommen war. Das Bundesverfassungsgericht (Aktenzeichen 2 BvR 693/09) hielt dies nicht für angemessen, da der Besucher die einzige Vertrauensperson der Eigentümerin gewesen sei. Außerdem waren die Verfassungsrichter der Ansicht, dass der Verwalter nicht gründlich genug geprüft habe, ob andere, mildere Maßnahmen nicht ausreichen würden.

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Ruhestörung – Teil 6 Uneinsichtiger Nachbar

Ruhestörung bzw. Lärmbelästigungen sind eines der häufigsten Ärgernissen unter Nachbarn. Wir haben deshalb mal einige Gerichtsentscheidungen rund um das Thema rausgesucht.

Uneinsichtiger Nachbar
Diese Geschichte ist echt skurril. Was kann man tun, wenn ein Nachbar eine Lärmquelle in seiner Wohnung einfach nicht ausschaltet? Was wenn er sich auch gegenüber der Polizei weigert, den Lärm abzustellen? Dann muss das Amtsgericht ran. Ein Hobbybastler aus Baden-Württemberg ließ die ganze Nacht hindurch den Motor seiner elektrischen Laubsäge laufen. Er war auch nach Aufforderung der Polizei nicht bereit, diese auszuschalten. Die Amtsrichter vom Oberlandesgericht Karlsruhe (Aktenzeichen 14 Wx 9/10) entschieden, dass die Polizei die Wohnung durchsuchen und die Störquelle beschlagnahmen kann. Dies sei angemessen gewesen, denn hier werde in einem unzulässigen Ausmaß die Gesundheit anderer geschädigt.

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Ruhestörung – Teil 5 Fußballspielen

Ruhestörung bzw. Lärmbelästigungen sind eines der häufigsten Ärgernissen unter Nachbarn. Wir haben deshalb mal einige Gerichtsentscheidungen rund um das Thema rausgesucht.

Fußballspielen
Nicht nur während der EM und WM, sondern regelmäßig Kicken viele Jugendliche in Ihrer Freizeit. Was kann man aber tun, wenn sie sich als Zielobjekt einen Trafokasten ausgesucht haben. Dies taten sie auch weiterhin als Schilder mit den Aufschriften “Ballspielen nicht erlaubt” und “Kein Bolzplatz” angebracht wurden. Ein Nachbar rief deshalb das Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz um Hilfe an (Aktenzeichen 7 A 10789/07.OVG). Dies legte fest, dass die zuständige Verbandsgemeinde gegen das unerlaubte Fußballspielen einschreiten muss.

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Ruhestörung – Teil 4 Treffpunkt Jugendlicher

Ruhestörung bzw. Lärmbelästigungen sind eines der häufigsten Ärgernissen unter Nachbarn. Wir haben deshalb mal einige Gerichtsentscheidungen rund um das Thema rausgesucht.

Treffpunkt Jugendlicher
Was tun, wenn der Platz vor dem Haus sich während der Nachtzeit zu einem beliebten Treffpunkt junger Menschen entwickelt. Anwohner klagten, weil sich in warmen Nächten teilweise mehrere hundert Personen dort versammelten. Die Ordnungsbehörde entschied, den Betrieb einer auf dem Platz befindlichen Trinkhalle stark einzuschränken. So sollte an Sonn- und Feiertagen nur noch bis Mitternacht geöffnet sein. Das Verwaltungsgericht Köln (Aktenzeichen 1 L 492/11) hielt diese Sperrzeitverlängerung für völlig angemessen. Die Begründung war, dass die ständige Möglichkeit Alkohol und Nikotin in der Trinkhalle zu kaufen, dazu beigetragen hätte, den nächtlichen Rummel auf dem Platz aufrecht zu erhalten.

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Ruhestörung – Teil 3 Warenanlieferung

Ruhestörung bzw. Lärmbelästigungen sind eines der häufigsten Ärgernissen unter Nachbarn. Wir haben deshalb mal einige Gerichtsentscheidungen rund um das Thema rausgesucht.

Warenanlieferung
Anwohner müssen es nicht hinnehmen, wenn ständig nachts Ware in einem innerstädtischen Ladengeschäft angeliefert wird. Das entschied das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen (Aktenzeichen 7 B 1316/08). Bei den Waren handelte es sich hauptsächlich um Elektroartikel – also Waren, die im Unterschied zu frischen Lebensmitteln nicht zwingend zu ungewöhnlicher Stunde transportiert werden müssen. Die Firma hatte zudem nur eine genehmigte Betriebszeit von 6.00 bis 22.00 Uhr. Der Inhaber des Geschäfts müsse, nach Ansicht der Richter, auf seine Lieferanten Einfluss nehmen, dass sie in Zukunft nicht mehr zu solch ungewöhnlichen Zeiten anliefern.

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Ruhestörung – Teil 2 Kirchenglocken

Ruhestörung bzw. Lärmbelästigungen sind eines der häufigsten Ärgernissen unter Nachbarn. Wir haben deshalb mal einige Gerichtsentscheidungen rund um das Thema rausgesucht.

Kirchenglocken
Gegen das Läuten von Kirchenglocken gibt es selten eine Chance vor Gericht. In der Regel standen die Gotteshäuser lange vor dem Einzug der Betroffenen an dieser Stelle. Zudem ist nach Meinung der Richter das liturgische Läuten der Glocken als sozialadäquat hinzunehmen. In dem konkreten Fall war die Lage aber etwas anders: Die Kirchengemeinde hatte eine neue, lautere Glocke eingebaut. Doch auch hier entschied, das Verwaltungsgericht Arnsberg (Aktenzeichen 7 K 2561/06) zugunsten der Kirchenglocken. Die große Glocke überschritt zwar die Werte der Lärmschutzverordnung. Da Sie aber nur zu zwei Gottesdiensten in der Woche und an wenigen Festtagen zum Einsatz kam, müssten die Anwohner dies aushalten.

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Ruhestörung – Teil 1 Altglascontainer

Ruhestörung bzw. Lärmbelästigungen sind eines der häufigsten Ärgernissen unter Nachbarn. Wir haben deshalb mal einige Gerichtsentscheidungen rund um das Thema rausgesucht.*

Altglascontainer
Jeder kennt wohl den Krach, der entsteht, wenn Altglas in Containern entsorgt wird. Dies ist insbesondere dann ärgerlich, wenn man dort wohnt. Zwei Familien, die in unmittelbarer Nähe der Altglascontainer wohnen, klagten deshalb. Sie wollten erreichen, dass die Container in eine weniger bewohnte Gegend umgesetzt werden. Das Verwaltungsgericht Aachen (Aktenzeichen 6 K 2346/09) entschied, dass die Altglascontainer bleiben durften. Die Begründung war, dass die zuständige Gemeinde den Standort mit Bedacht ausgewählt habe und ein Altglascontainer gut erreichbar sein müsse und sich in einem Bereich sozialer Kontrolle befinden sollte, um eine wilde Müllkippe rund um den Container zu vermeiden.

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So vermeiden Sie Fehler beim Kauf einer Immobilie

Der Immobilienkauf ist eine der wichtigen Entscheidungen im Leben. Die richtige Entscheidung zu treffen, ist bei der Vielzahl der zu berücksichtigenden Punkte nicht einfach. Schließlich geht es um das neue Zuhause, in dem man viele Jahre wohnen und glücklich sein möchte. Trotzdem verzichten noch viele Käufer auf die Beratung durch einen qualifizierten Immobilienmakler.

Wir haben Ihnen die häufigsten Fehler zusammengestellt.

1. Kaufen Sie eine Immobilie nie ohne Besichtigung
Dieser Rat klingt so selbstverständlich. Trotzdem kommt laut dem Immobilienverband Deutschland (IVD) dieser Fehler sehr oft vor. Es ist aus unserer Erfahrung heraus sogar ratsam, die Besichtigung mit einem Immobilienmakler oder Sachverständigen vorzunehmen. Diese erkennen Mängel schneller und können einschätzen, ob und wie sich diese auf den Kaufpreis auswirken. Vielleicht raten Sie sogar von einem Kauf ab. Sie ersparen sich dadurch Ärger über einen zu hohen Kaufpreis, versteckte Mängel und auszuführende Reparaturen.

2. Kaufen Sie nicht ohne Sichtung der zur Verfügung stehenden Unterlagen
Eine Immobilie erwirbt man nicht jeden Tag. Die meisten Menschen sogar nur einmal im Leben. Welche Unterlagen sollte man sich also vor dem Kauf ansehen? Neben Grundrissen, Bauunterlagen und Grundsteuerbescheid raten wir Ihnen, auch zu kontrollieren, ob im Grundbuch noch Baulasten oder andere Belastungen eingetragen sind.

3. Lassen Sie ein Wertgutachten vor dem Kauf erstellen
Eine Marktwerteinschätzung oder ein Verkehrswertgutachten eines Gutachters oder Sachverständigen schützt Sie davor, eine Immobilie zu einem überteuerten Preis zu erwerben. Ist der Kaufpreis höher, sollten Sie prüfen, woran das liegt. Schätzt der Verkäufer den Wert seiner Immobilie nur zu hoch ein? Oder ist der Kaufpreis aufgrund der guten und sehr guten Lage so hoch. Im zweiten Fall kann sich der Kauf trotzdem lohnen, da die Immobilien sich meist durch eine besonders hohe Wertbeständigkeit auszeichnen.

4. Kaufen Sie nicht unter Zeitdruck
Verkäufer setzen Kaufinteressen oft unter Druck. Verständlich, sie wollen schnell verkaufen. Unser Rat: Lassen Sie sich niemals zu einem schnellen und übereilten Kauf drängen. Um ein Gespür für den Markt zu bekommen, ist es wichtig, verschiedene Angebote zu prüfen und sich verschiedene Objekte anzuschauen.

5. Kaufen Sie nicht ohne Berater
Immobilienmakler und Verwalter sind wertvolle Ratgeber für jeden Käufer. Sie unterstützen den Käufer gezielt und stellen ihre ganze Erfahrung zur Verfügung. Am besten schließen Sie einen Beratungs- bzw. Maklervertrag ab, in dem die wichtigsten Details festgehalten sind.

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Die professionelle Bewertung ist entscheidend für den Immobilienverkauf

Laut einer Studie der TU Kaiserslautern schätzt jeder vierte Privatverkäufer den Wert seiner Immobilie zu hoch ein. Dabei ist die marktorientierte Bewertung der Immobilie ausschlaggebend für die Dauer der Vermarktung. Eine lange Vermarktungsdauer erhöht für den Verkäufer zudem die Kosten und den Aufwand.

Die Untersuchung zeigte, dass eine professionelle Immobilienbewertung und -vermarktung durch einen Immobilienmakler den Verkauf beschleunigt.

Dies haben mittlerweile auch viele Privatverkäufer und Käufer erkannt. Sie nehmen sich zunehmend aufgrund der häufig komplexen Sachverhalte einen professionellen Makler an ihre Seite.

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